Künstlerische Leitung

Chorleiter

© Michael Inmann

© Michael Inmann

Heinz Ferlesch ist sowohl als Dirigent seines Originalklangorchesters Barucco als auch als langjähriger künstlerischer Leiter der Wiener Singakademie und des Chores Ad Libitum im österreichischen Musikleben etabliert.

Nach seinem Studium am Anton Bruckner Konservatorium Linz und an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien bei Herwig Reiter und Johannes Prinz wurde Heinz Ferlesch im Alter von 27 Jahren vom Wiener Konzerthaus zum Künstlerischen Leiter der Wiener Singakademie berufen.

Im Rahmen seiner bisherigen musikalischen Laufbahn arbeitete er unter anderem mit Dirigenten wie Georges Prêtre, Valery Gergiev, Gustavo Dudamel, Sir Simon Rattle, Franz Welser-Möst, Kent Nagano, Fabio Luisi, Adam Fischer, Bertrand de Billy, Ton Koopman, Helmuth Rilling und Simone Young. Produktionen mit der Wiener Singakademie führten ihn – neben regelmäßigen Konzerten im Wiener Konzerthaus – nach London, Zürich, Budapest, Venedig und New York. Orchester wie die Wiener Philharmoniker, die Wiener Symphoniker, das Radio-Symphonieorchester Wien oder das Orchester der Oper Zürich begleiten regelmäßig die musikalische Arbeit der Wiener Singakademie und ihres Künstlerischen Leiters.

2002 gründete Heinz Ferlesch das Originalklangorchester Barucco und tritt seitdem verstärkt als Orchesterdirigent in Erscheinung. Barucco, ein junges Ensemble bestehend aus internationalen Barock-Spezialisten, widmet sich vornehmlich der Musik des 18. Jahrhunderts. Das Orchester ist regelmäßiger Gast im Brucknerhaus Linz, bei den Internationalen Barocktagen im Stift Melk, im Festspielhaus St. Pölten und im Wiener Konzerthaus. Das Ensemble brachte bedeutende Werke des Barock wie z.B. J. S. Bachs „Weihnachtsoratorium”, „Magnificat” und „Matthäuspassion”, G. F. Händels „Dettinger Te Deum”, „Judas Maccabaeus”, „Alexander´s Feast”, „Solomon”, „Israel in Egypt”, „Messiah” mit großem Erfolg zur Aufführung und erregte dadurch internationale Aufmerksamkeit. In jüngster Vergangenheit musizierte das Ensemble am Theater an der Wien, im Brucknerhaus Linz sowie im Tiroler Festspielhaus Erl.

Diverse CD-Aufnahmen und Rundfunkmitschnitte dokumentieren die Konzerttätigkeit des Ensembles: 2004 spielte das Orchester für den ORF Musik von Antonio Vivaldi ein, 2006 erschien der Live-Mitschnitt von Händels „Judas Maccabaeus“ in der ORF-Edition Alte Musik. 2009 erschien in derselben Reihe Händels Oratorium „Alexander´s Feast“. Als jüngste Aufnahme liegt G. F. Händels Oratorium “Solomon” mit dem Chor Ad Libitum auf.
Weiterhin ist beim ORF eine Einspielung mit Musik Antonio Vivaldis erhältlich. 2014 erschien neben einer DVD auch die CD von Henry Purcells “King Arthur” in Bearbeitung von Helmut Jasbar: “The King Arthur Seance-On Henry Purcell´s Shoulders”.

Eine weitere intensive Zusammenarbeit verbindet Heinz Ferlesch mit dem von ihm bereits 1993 gegründeten Chor Ad Libitum. Der gemischte Chor hat sich im Bereich der A-cappella-Literatur etabliert und ist regelmäßiger Gast im Festspielhaus St. Pölten, im Brucknerhaus Linz und bei Festivals wie z.B. dem Europäischen Kultursommer Aspach, dem Passauer Konzertwinter oder dem Kultursommer St. Paul. Konzertreisen führten den Chor bisher nach England, Italien, Griechenland und Deutschland.

Mit seinen Ensembles ist der Dirigent Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe. 2007 wurde ihm der renommierte Ferdinand-Grossmann-Preis verliehen.
2009 wurde Heinz Ferlesch im Rahmen seiner Tätigkeit für die Chorszene Niederösterreich mit dem Erwin-Ortner-Preis zur Förderung der Chormusik gewürdigt.

Heinz Ferlesch ist unter anderem Gastdozent des Berkshire Choral Festivals und Jurymitglied verschiedener nationaler und internationaler Chorwettbewerbe.
Internationale Engagements brachten den Dirigenten zum Choer de Radio France und zum Springfield Symphony Orchestra. In der Saison 2014/15 führen Heinz Ferlesch Dirigate und Einstudierungen nach Barcelona, Saarbrücken und zu den Internationalen Händelfestspielen in Halle/Saale. Heinz Ferlesch unterrichtet an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.

2013 ist Heinz Ferlesch Kulturpreisträger des Landes Niederösterreich in der Sparte Musik sowie Träger der Ehrennadel in Gold der Stadtgemeinde St. Valentin.

weitere Informationen: www.heinzferlesch.com

 

KorrepetitorInnen

IMG_0169Die amerikanische Pianistin Lisa Gonnella ist seit 2012 als Korrepetitorin in Wien tätig. Sie absolvierte ein Masterstudium in Liedbegleitung und Kammermusik an der renommierten Eastman School of Music in Rochester, New York. Davor absolvierte sie ein Bachelorstudium in Klavier und Französisch an der University of Puget Sound in Washington.
Lisa Gonnella arbeitete als Korrepetitorin beim Teatro Barocco, bei der University of Miami School of Music at Salzburg, dem Bay Area Summer Opera Theater Institute, der Spokane Opera, der Gonzaga University und dem Interlochen Center of Arts. Sie trat mit Sängern und Instrumentalisten in den Vereinigten Staaten, Europa, und China auf.

Foto: © iService

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Der Organist und Pianist István Mátyás wurde in Ungarn geboren, wo er seine erste musikalische Ausbildung erhielt. Er studierte Konzertfach Orgel und Klavier an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Roland Keller, Paul Gulda, Karen De Pastel, Rudolf Scholz und Martin Haselböck.

2005 erreichte er im Mikael Tariverdiev Orgelwettbewerb in Kaliningrad den 1. Preis und gewann vier Sonderpreise. Seither führten ihn zahlreiche Konzertengagements durch ganz Europa. Besonders hervorzuheben sind seine Orgelkonzerte im Wiener Konzerthaus, Budapester Palast der Künste, Dom zu Tallinn, dem Internationalen Haus der Musik in Moskau, der Basilika St. Gereon in Köln und in der Philharmonie in Perm. Seine Weltersteinspielung der Orgelwerke von Hans Gál wurde von der Presse als die „wichtigste diskographische Tat des Jahres“ 2007 gewürdigt. Im Musikverein Wien debütierte Mátyás mit Marco Enrico Bossis Orgelkonzert a-Moll, begleitet vom Orchester Wiener Akademie unter der Leitung von Martin Haselböck.  

Als Pianist arbeitet István Mátyás regelmäßig mit dem Theater an der Wien zusammen, wo als Korrepetitor und musikalischer Assistent bei Neuproduktionen mitwirkt und mit Dirigenten wie Bertrand de Billy, Jean-Christophe Spinosi und Leo Hussain zusammenarbeitete. Er war jahrelang Studienleiter der Burgarena Reinsberg, wo er Beethovens „Fidelio“, Humperdincks „Hänsel und Gretel“ und Webers „Freischütz“ betreute.

2008 bis 2014 war István Mátyás als Korrepetitor an der Kunstuniversität Graz tätig, seit 2014 arbeitet er als Korrepetitor an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, seit der Saison 2015/2016 ist er Korrepetitor der Wiener Singakademie.

Assistenten

oliverOliver Stech wurde 1983 in Waidhofen/Ybbs geboren und erhielt seine erste Ausbildung in Klavier und Gesang an den Musikschulen Waidhofen/Ybbs und Amstetten. An der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien studierte er Musik- und Gesangspädagogik mit Schwerpunkt Chor- und Ensembleleitung bei Alois Glaßner und Johannes Hiemetsberger. Daneben absolvierte er das Studium Französisch Lehramt an der Universität Wien. Weitere Impulse erhielt er in Dirigierkursen bei Robert Sund und Jing Ling Tam, sowie bei Georg Mark am Konservatorium Wien. Dort besuchte er auch den Universitätslehrgang für Klassische Operette bei Wolfgang Dosch.

Während seiner Studienzeit sang Oliver Stech in Chören wie dem Chorus Sine Nomine und den Zusatzchören der Wiener Staats- und Volksoper und war Chormitglied bei Produktionen der Oper Klosterneuburg, des Klangbogens Wien und der Sommerfestspiele Baden-Baden. Dabei konnte er unter Dirigenten wie Bertrand de Billy, Placido Domingo, Alfred Eschwé, H.K. Gruber, Martin Haselböck, Kristian Järvi und Philippe Jordan singen. Konzertreisen führten ihn unter anderem nach Deutschland, England, Italien, Kroatien und Spanien. Mit dem World Youth Choir bereiste er Südafrika, Namibia, Frankreich, Belgien und die Niederlande. 2010 coverte er im Rahmen einer Japantournee unter der musikalischen Leitung von Robert Zelzer die Rolle des Dr. Blind in der Fledermaus von Johann Strauß.

Oliver Stech ist Sänger und Leiter des 2006 gegründeten Vokalensembles uni-sono, mit dem er beim Internationalen Chorwettbewerb Bad Ischl und bei Austria Cantat 2009 jeweils Silbermedaillen und Kategoriesiege erzielte. 2008 dirigierte er Henry Purcells Oper Dido und Aeneas in den Schlössern Ulmerfeld und St. Peter/Au (NÖ).

Seit 2009 ist er musikalischer Leiter der Jugendsingwoche Großrußbach und Assistent des künstlerischen Leiters der Wiener Singakademie, wo er an der Einstudierung großer Chor-Orchesterwerke mitwirkt und mit Dirigenten wie Cornelius Meister, Kent Nagano, Kirill Petrenko, Georges Prêtre und Sir Simon Rattle zusammenarbeitet.

Seit 2011 ist Oliver Stech Kapellmeister bei den Wiener Sängerknaben. Er bereitet seinen Chor regelmäßig auf zahlreiche Konzerte im In- und Ausland, sowie auf die Messen in der Hofburgkapelle vor. Tourneen führten ihn bisher nach Japan, in die USA und in den Oman, sowie nach Zentral- und Südamerika, wo er das Orquesta Sinfónica Nacional de Guatemala dirigierte.

Oliver Stech ist Preisträger des Erwin-Ortner-Fonds zur Förderung der Chormusik.

 

LGdG

Luiz de Godoy wurde 1988 in Mogi das Cruzes, Brasilien, geboren. Er fand als Sängerknabe in seiner Heimatstadt, unter der Leitung von Dulce Primo, seinen Weg zur Musik.

Nach einer zehnjährigen Ausbildung in der Klavierklasse von Prof. Renato Figueiredo an der Musikschule des Opernhauses São Paulos, absolvierte er mit Auszeichnung sein erstes Musikstudium in Klaviersolo an der Universität von São Paulo (Klasse Prof. José E. Martins). Dort nahm er auch an Kursen in Orchesterdirigieren, Sologesang und Orgel teil.  Luiz de Godoy beendete mit Auszeichnung sein Master-Studium (Klavier-Konzertfach, Klasse Prof. Paulo Álvares) an der Hochschule für angewandte Kunst in Castelo Branco (Portugal).

De Godoy begann seinen Weg zur Professionalisierung sehr früh. Bereits mit 14 Jahren wirkte er als Korrepetitor, u. a. in Projekten des São Paulo Opernhauses, mit. Als Einspringer begleitete er damals Opernproduktionen wie Mozarts Schauspieldirektor, Boïeldieus La Dame Blanche und Kurt Weills Die Sieben Todsünden.

Der junge Musiker nahm an zahlreichen Meisterkursen in Brasilien, Deutschland, Frankreich und den USA teil. 2009 war er Stipendiat des “Department of State” (USA) an einem UNESCO-Musikprogramm, das ihn zum Studium und zu Auftritten nach Boston, Tanglewood, New York und Washington D.C. führte.

2010 bis 2012 übte er die Tätigkeit eines musikalischen Leiters des Opera Studios im Sommerfestival „Música nas Montanhas“ (Poços de Caldas, Brasilien) aus, in dem er, u. a. Puccinis Gianni Schicchi dirigierte. 2010 leitete er bereits an der Universität Wien einen Workshop für brasilianische Chormusik, aus welchem 2011 der Coro Novo Mundo entstand, dessen künstlerische Leitung de Godoy seitdem inne hat.

2012-13 bildete er sich bei einem Studienaufenthalt an der Hochschule für Musik und Tanz Köln in den Fächern Klaviersolo, Chor- und Orchesterdirigieren fort. Als Orchesterdirigent ist de Godoy in Österreich und Brasilien tätig und bildet sich außerdem in Meisterkursen weiter, wie bereits unter Marin Alsop, Sian Edwards, Giancarlo Guerrero und Eiji Oue.

Seit 2013 studiert Luiz de Godoy in der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien in den Klassen von Prof. Pironkov (Orchesterdirigieren), Ingrun Fußenegger und Erwin Ortner (Chordirigieren). Seitdem wirkte er als Sänger und Korrepetitor bei der Wiener Singakademie mit, wo er bereits mit Größen wie Gustavo Dudamel, Sir Simon Rattle, Valery Gergiev und Simone Young zusammenarbeitete.

Er ist Assistent der künstlerischen Leitung des Frauenkammerchores Cantilena und des Gumpoldskirchner Spatzen – Wiener Opernkinderchores, den de Godoy u. a. 2014 auf der Bühne des Pekinger Opernhauses begleitete und dirigierte. 

Seit 2015 ist er Chorleiter-Assistent der Wiener Singakademie, seit 2016 ist er außerdem Kapellmeister beim Mozart-Chor der Wiener Sängerknaben.